Marderkot erkennen: Aussehen, Größe und Unterschiede
Wurstförmiger, gedrehter Kot auf dem Dachboden? So erkennen Sie Marderkot, unterscheiden ihn von Ratte, Katze und Waschbär und entfernen ihn sicher.

- Marderkot ist 8–10 cm lang, etwa fingerdick, wurstförmig gedreht und an einem Ende spitz.
- Typisch sind Haare, Federn, Knochenstücke oder Kirschkerne im Kot.
- Marder setzen Kot oft an festen Stellen ab – auf dem Dachboden entstehen regelrechte Kotplätze.
- Kot immer feucht und mit Handschuhen entfernen.
- Marder vertreiben ab 119 € zuzüglich 29 € Anfahrt.
Marderkot erkennen Sie an 8 bis 10 Zentimeter langen, etwa fingerdicken Würstchen, die gedreht sind und an einem Ende spitz zulaufen. Oft stecken Haare, Federn, kleine Knochen oder Fruchtkerne darin. Marder setzen ihren Kot gern immer an derselben Stelle ab – auf dem Dachboden finden Sie dann ganze Häufchen.
So sieht Marderkot aus
- Länge: 8–10 cm, Durchmesser etwa 1–2 cm
- Form: wurstförmig, leicht gedreht oder gekringelt, ein Ende spitz
- Farbe: dunkelbraun bis schwarz; nach Obst oder Beeren auch rötlich oder bläulich
- Inhalt: Haare, Federn, Knochenstücke, Kirsch- oder Pflaumenkerne
- Geruch: streng, moschusartig, deutlich unangenehmer als Mäusekot
Der Steinmarder, der in Deutschland meist Dachböden und Autos besucht, frisst sehr gemischt: Mäuse, Vögel, Eier, Obst und Abfälle. Das sieht man seinem Kot an.
Marderkot oder Kot eines anderen Tieres?
| Tier | Länge | Form | Typischer Fundort |
|---|---|---|---|
| Marder | 8–10 cm | gedreht, spitzes Ende, Haare/Kerne | Dachboden, Garage, feste Kotplätze |
| Ratte | 1–2 cm | bohnenförmig, stumpfe Enden | Keller, entlang von Wänden |
| Maus | 3–8 mm | reiskorngroß, spitz | verstreut in Schränken und Ecken |
| Katze | 8–12 cm | glatter, meist vergraben | Beete, Sandflächen |
| Waschbär | 10–15 cm | dicker, stumpfe Enden, oft an festen Plätzen | Dachboden, Flachdach, Baumstümpfe |
| Siebenschläfer | ca. 1 cm | klein, rundlich-länglich | Dachboden im Sommer |
Ob es wirklich Maus oder Ratte ist, zeigt unser Vergleich Maus oder Ratte.
Weitere Zeichen für einen Marder im Haus
- Poltern, Trampeln und Fauchen in der Nacht, besonders im Frühjahr und Sommer
- zerwühlte oder herausgerissene Dämmwolle
- Beutereste wie Federn, Eierschalen oder Knochen
- beißender Uringeruch und Flecken an der Decke
- angebissene Schläuche und Kabel im Motorraum
Welches Tier welche Geräusche macht, lesen Sie im Beitrag Geräusche in der Decke.
Rufen Sie uns an – wir prüfen Einstiege und Spuren und nennen den Festpreis vor dem Einsatz.
Ist Marderkot gefährlich?
Marderkot kann Bakterien, Parasiten und Wurmeier enthalten. Getrockneter Kot zerfällt zu Staub, der eingeatmet werden kann. Zusammen mit Urin durchnässt er Dämmung und Holz, riecht stark und lockt Fliegen und Speckkäfer an. Deshalb sollte er gründlich und vorsichtig entfernt werden.
Marderkot sicher entfernen
- Einweghandschuhe und eine FFP2-Maske tragen, Raum lüften.
- Kot mit Wasser und Desinfektionsmittel anfeuchten, nicht trocken fegen oder saugen.
- Mit Papiertüchern aufnehmen, doppelt in Tüten verpacken und über den Restmüll entsorgen.
- Durchnässte Dämmung austauschen, Holz desinfizieren und geruchsneutralisieren.
- Die Stelle beobachten: Liegt nach einigen Tagen neuer Kot, ist der Marder noch aktiv.
Marderkot am Auto oder in der Garage
Liegt Kot auf der Motorhaube, im Carport oder in der Garage, nutzt ein Marder die Stelle als Revierplatz. Prüfen Sie dann den Motorraum: Zerbissene Zündkabel, Kühlwasserschläuche oder Dämmmatten sind typische Folgen. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Auto durch das Revier eines anderen Marders gefahren wird. Der Duft des fremden Tieres löst dann heftige Beißattacken aus. Eine Motorwäsche entfernt die Duftmarken, ein Elektroschutz im Motorraum hält Marder auf Dauer fern.
In der Garage hilft es, Lücken unter dem Tor und an Dachanschlüssen zu schließen. Futterquellen wie offene Mülltonnen, Katzenfutter oder Fallobst sollten verschwinden, damit der Ort für den Marder uninteressant wird.
Marder im Dach: was jetzt hilft
Marder sind jagdbares Wild und dürfen nicht einfach gefangen oder getötet werden. Sie werden vertrieben und anschließend ausgesperrt. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst wenn sicher kein Marder mehr im Dach ist, dürfen die Einstiege verschlossen werden. Zwischen März und Juni können Jungtiere im Nest sein. Dann muss man warten, bis die Familie auszieht.
Wir finden die Einstiege, vertreiben das Tier mit Geruchs- und Geräuschmitteln und sichern Dachrinne, Fallrohre und Lücken. Die Marderabwehr beginnt ab 119 € zuzüglich 29 € Anfahrt. Den Festpreis nennen wir vor dem Einsatz.
Häufige Fragen zu Marderkot
Wie sieht Marderkot aus?
Wurstförmig, 8–10 cm lang, etwa fingerdick, gedreht und an einem Ende spitz. Oft sind Haare, Federn oder Fruchtkerne zu sehen.
Wie unterscheide ich Marderkot von Rattenkot?
Rattenkot ist nur 1–2 cm lang und bohnenförmig mit stumpfen Enden. Marderkot ist viel größer und gedreht.
Ist Marderkot gefährlich?
Er kann Krankheitserreger und Parasiten enthalten. Entfernen Sie ihn nur feucht, mit Handschuhen und Maske.
Kommt der Marder wieder, wenn ich den Kot entferne?
Ja, wenn die Einstiege offen bleiben. Marder nutzen feste Reviere. Erst das Aussperren beendet den Besuch.
Was kostet es, einen Marder zu vertreiben?
Die Marderabwehr beginnt ab 119 € zuzüglich 29 € Anfahrt. Den Festpreis erfahren Sie vorab.