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Ratten

Maus oder Ratte? So unterscheiden Sie die Nager sicher

Ein Schatten huscht vorbei, Kot liegt in der Ecke – aber war es Maus oder Ratte? Diese Merkmale geben Gewissheit, und das ist für die Bekämpfung entscheidend.

S24Von der Redaktion Schädlingsexperte24Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit
Kammerjäger vergleicht in der Garage zwei Kotproben in kleinen Beuteln, daneben ein angenagter Karton
Kotgröße, Spuren und Geräusche verraten meist schon, ob Maus oder Ratte im Haus ist.
Das Wichtigste in Kürze
  • Hausmaus: 7–10 cm Körper, große Ohren, spitze Schnauze, Kot 3–8 mm.
  • Wanderratte: 20–28 cm Körper, kleine Ohren, stumpfe Schnauze, Kot 1–2 cm.
  • Junge Ratten verraten sich durch große Füße und einen dicken Kopf im Verhältnis zum Körper.
  • Ratten sind vorsichtiger, brauchen andere Fallen und sind oft meldepflichtig.
  • Mäusebekämpfung ab 99 €, Rattenbekämpfung ab 129 €, jeweils zuzüglich 29 € Anfahrt.

Maus oder Ratte? Am sichersten unterscheiden Sie die beiden an Größe und Kot. Eine Hausmaus ist ohne Schwanz 7 bis 10 Zentimeter lang und hinterlässt reiskorngroßen Kot von 3 bis 8 Millimetern. Eine Wanderratte misst 20 bis 28 Zentimeter, ihr Kot ist bohnengroß und 1 bis 2 Zentimeter lang. Der Unterschied ist wichtig, denn Ratten werden anders bekämpft als Mäuse.

Maus und Ratte im direkten Vergleich

MerkmalHausmausWanderratte
Körperlänge7–10 cm20–28 cm
Gewicht15–25 g200–500 g
Ohrengroß im Verhältnis zum Kopfklein, kurz behaart
Schnauzespitzstumpf, breit
Schwanzso lang wie der Körper, dünnetwas kürzer als der Körper, dick, geschuppt
Kot3–8 mm, spitz, verstreut1–2 cm, stumpf, oft in Gruppen
Typischer OrtKüche, Vorräte, ZwischendeckenKeller, Kanal, Garten, Müllplatz

Junge Ratte oder ausgewachsene Maus?

Am häufigsten verwechselt werden junge Ratten mit Mäusen. Achten Sie auf die Proportionen: Junge Ratten haben im Verhältnis zum Körper große Füße und einen dicken Kopf, die Ohren wirken kleiner. Mäuse sind zierlich, mit großen Ohren und dünnem Schwanz. Im Zweifel hilft ein Foto oder der Kot.

Am Kot erkennen

Kot ist der verlässlichste Hinweis, weil man die Tiere selbst selten sieht. Legen Sie zum Vergleich eine Münze daneben und machen Sie ein Foto. Mäusekot ist etwa so groß wie ein Reiskorn, Rattenkot wie eine Kaffeebohne. Mehr Details finden Sie in Mäuse im Haus erkennen.

Maus oder Ratte – unsicher?

Schicken Sie uns ein Foto vom Kot neben einer Münze oder rufen Sie an. Wir sagen Ihnen, was es ist, und nennen den Festpreis.

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Weitere Spuren

  • Nagespuren: Mäuse hinterlassen feine Kratzer und kleine Löcher, Ratten grobe Nagespuren und faustgroße Löcher.
  • Laufspuren: Ratten hinterlassen dunkle, fettige Schmierspuren an Wänden und Kanten.
  • Geräusche: Mäuse trippeln leise, Ratten poltern und nagen hörbar – siehe Geräusche in der Decke.
  • Baue: Ratten graben im Garten Löcher von 6–8 cm Durchmesser mit festgetretenen Laufwegen.

Warum der Unterschied so wichtig ist

Mäuse sind neugierig und gehen schnell an neue Fallen. In leichten Fällen reichen Schlagfallen an den Laufwegen und das Abdichten von Spalten. Ratten dagegen sind sehr vorsichtig und meiden neue Gegenstände tagelang. Sie brauchen größere, stabile Fallen und viel Erfahrung beim Aufstellen. Außerdem sind Ratten in vielen Gemeinden meldepflichtig, und Eigentümer müssen sie bekämpfen lassen. Seit 2026 dürfen Privatleute zudem kein Rattengift mit Antikoagulanzien mehr einsetzen.

Was Sie sofort tun können

  1. Lebensmittel sichern: Vorräte, Tierfutter und Müll in dicht schließende Behälter.
  2. Kot vorsichtig entfernen: mit Handschuhen, vorher anfeuchten, nicht trocken fegen oder saugen.
  3. Zugänge suchen: Mäuse passen durch Spalten von etwa 6 mm, Ratten durch Öffnungen ab etwa 2 cm. Rohrdurchführungen, Kellerfenster und Türspalte prüfen.
  4. Fallen richtig stellen: quer zur Wand am Laufweg, nicht mitten im Raum. Bei Ratten mehrere Tage unbeködert stehen lassen, damit sie sich gewöhnen.
  5. Beobachten: Mehl oder Puder auf den Boden streuen. Am nächsten Morgen zeigen die Pfotenabdrücke, wo die Tiere laufen und wie groß sie sind.

Wann Sie den Kammerjäger rufen sollten

Bei Ratten im Haus oder Keller, bei Kot in mehreren Räumen oder wenn Fallen nicht wirken, lohnt sich ein Fachbetrieb. Wir bestimmen das Tier, finden die Zugänge und bekämpfen gezielt mit gesicherten Köderstationen und Fallen. Die Mäusebekämpfung beginnt ab 99 €, die Rattenbekämpfung ab 129 €, jeweils zuzüglich 29 € Anfahrt. Den Festpreis nennen wir vor dem Einsatz.

Häufige Fragen: Maus oder Ratte?

Wie unterscheide ich Maus und Ratte am schnellsten?

Am Kot: Mäusekot ist reiskorngroß (3–8 mm), Rattenkot bohnengroß (1–2 cm). Bei Sichtkontakt an Größe, Ohren und Schnauze.

Kann eine kleine Ratte wie eine Maus aussehen?

Ja. Junge Ratten haben aber im Verhältnis große Füße, einen dicken Kopf und kleinere Ohren.

Sind Ratten gefährlicher als Mäuse?

Beide können Krankheitserreger übertragen. Ratten kommen oft aus der Kanalisation, sind schwerer zu bekämpfen und häufig meldepflichtig.

Wo leben Mäuse und Ratten im Haus?

Mäuse in Küche, Vorräten und Zwischendecken; Ratten eher in Keller, Kanal, Garten und an Müllplätzen.

Was kostet die Bekämpfung?

Mäuse ab 99 €, Ratten ab 129 €, jeweils zuzüglich 29 € Anfahrt. Den Festpreis erfahren Sie vorab.

S24
Redaktion Schädlingsexperte24

Unsere Ratgeber entstehen aus den Erfahrungen unserer Kammerjäger im Einsatz und werden anhand offizieller Quellen wie dem Umweltbundesamt geprüft. Wir aktualisieren Artikel, sobald sich Empfehlungen ändern. Mehr über uns

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