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Marder vertreiben: Was hilft wirklich gegen Marder im Dach?

Marder im Dach? Erfahren Sie, wie Sie typische Spuren erkennen, das Tier sicher vertreiben und Einstiege zum richtigen Zeitpunkt dauerhaft verschließen.

S24Von der Redaktion Schädlingsexperte24Veröffentlicht am 5 Min. Lesezeit
Marder vertreiben: Was hilft wirklich gegen Marder im Dach?

Gegen Marder im Dach hilft auf Dauer nur eine Kombination: den Marder dazu bringen, das Gebäude zu verlassen, und danach alle Einstiege sicher verschließen. Geräte und Duftstoffe allein reichen meist nicht, ihre Wirkung ist nicht belegt. Entscheidend ist außerdem der Zeitpunkt, denn von März bis in den Sommer können Jungtiere im Dach sein. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie einen Marder erkennen, was Sie selbst tun können und wann Fachleute sinnvoll sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Typisch sind nächtliches Poltern, wurstförmiger Kot und zerwühlte Dämmung auf dem Dachboden.

  • Zuerst den Einstieg finden, dann den Marder vergrämen, erst danach verschließen. Schließen Sie nie ab, solange ein Tier im Haus sein kann.

  • Im Frühjahr können Jungtiere im Nest sein. Dann dürfen Einstiege nicht blockiert werden.

  • Marder unterliegen dem Jagdrecht. Fangen und Töten sind Sache von Jägern und Behörden.

Woran Sie einen Marder im Dach erkennen

Der Steinmarder ist laut Berliner Senatsverwaltung etwa katzengroß, aber schlanker, mit kakaofarbenem Fell und einem weißen, gegabelten Kehlfleck. Er ist nachtaktiv und nutzt gern Dachböden, weil natürliche Unterschlüpfe knapp geworden sind.

Hinweise auf einen Marder sind:

  • Geräusche: Poltern, Kratzen und Klopfen in der Nacht, besonders von April bis September

  • Kot: wurstförmig, nach Angaben der Senatsverwaltung etwa 8 bis 10 Zentimeter lang, oft mit Beuteresten wie Federn oder Kernen

  • Schäden: zerwühlte oder zerrissene Dämmung, beschädigte Kabel

  • Geruch: unangenehmer Geruch durch Kot und Nahrungsreste

  • Pfotenabdrücke: fünf Zehen mit Krallen, was sie von Katzen unterscheidet

Poltern im Dach stammt nicht immer vom Marder. Auch Waschbären auf dem Dachboden oder Siebenschläfer im Haus machen nachts Lärm. Kot, Spuren und die Art der Geräusche helfen bei der Einordnung.

Wie kommen Marder ins Haus?

Marder zwängen sich nach Angaben von sanier.de durch sehr kleine Öffnungen und nagen sich bei Bedarf einen Weg. Typische Zugänge sind Dachrinnen und angehobene Dachziegel. Suchen Sie deshalb Traufe, Ortgang, Lüftungsöffnungen und Fallrohre ab. Hilfreich ist ein Trick der Senatsverwaltung: Streuen Sie Sand auf vermutete Laufwege, dann zeigen Pfotenabdrücke, wo das Tier unterwegs ist.

Marder vertreiben: Was in der Praxis funktioniert

Die folgende Übersicht zeigt gängige Maßnahmen und das, was die genannten Quellen zu ihrer Wirkung sagen.

MaßnahmeWirkung laut QuellenWichtig zu wissen
UltraschallgeräteWirksamkeit nicht belegt, laut Senatsverwaltung umstrittenHunde können die Töne hören. Auch Haustiere können gestört werden.
Duftmittel (Sprays, Duftsteine, Hundehaare, Essig)Wirkung laut t-online nicht sicher belegtMarder können zurückkehren, sobald der Geruch nachlässt.
Lärm und Umräumen (Radio, Klopfen, Begehen)Kann kurzfristig wirken, wenn der Überraschungseffekt stimmtMarder gewöhnen sich laut sanier.de an Geräusche und weichen oft nur in ein anderes Nest aus.
Einstiege verschließen (stabiles Gitter, Maschendraht)Die Grundlage jeder dauerhaften LösungNur, wenn sicher kein Tier, auch kein Jungtier, im Haus ist.
FangenLaut Senatsverwaltung meist ohne Dauerwirkung, da ein anderer Marder das Revier übernimmtNur durch Jagdscheininhaber, mit Genehmigung und außerhalb der Schonzeit.

Schritt für Schritt vorgehen

  1. Befall bestätigen. Prüfen Sie Geräusche, Kot und Spuren, und klären Sie, ob wirklich ein Marder im Haus ist.

  2. Jahreszeit beachten. Nach Angaben der Senatsverwaltung werden Junge meist im März geboren, und sie verlassen das Nest frühestens nach etwa acht Wochen. Aussperren sollten Sie nur nachts und nicht von März bis Juni, sonst können Jungtiere verhungern.

  3. Einstiege finden. Nutzen Sie Sandflächen, Kratzspuren und eine Begehung von außen. Ein Dachdecker kennt typische Schwachstellen und kann sicher in der Höhe arbeiten.

  4. Marder vergrämen. Lärm am Morgen oder Umräumen auf dem Dachboden kann helfen, solange das Tier überrascht wird.

  5. Einstiege verschließen. Verwenden Sie engmaschige Gitter oder Maschendraht, erst wenn das Tier das Haus verlassen hat.

  6. Reinigen und Dämmung prüfen. Kot und Nahrungsreste sollten entfernt werden. Beschädigte Dämmung kann laut sanier.de zu Feuchtigkeitsschäden führen.

Marder und Recht: Was Sie wissen sollten

Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht. Fallenfang ist laut Senatsverwaltung nur mit Ausnahmegenehmigung der Jagdbehörde und durch Jagdscheininhaber erlaubt, und es gelten Schonzeiten. Nach sanier.de gilt für den Steinmarder eine Schonfrist von März bis Mitte Oktober. In einigen Bundesländern braucht man laut t-online für den Fallenfang zusätzlich einen Fallenpass. Wer einen Marder loswerden möchte, sollte deshalb nicht selbst Fallen aufstellen. Die untere Jagdbehörde der Kreisverwaltung kann nach Angaben von t-online einen geeigneten Jäger vermitteln. Die genauen Regeln können je nach Bundesland abweichen.

Wer keinen Schaden hat, kann auch abwägen: Die Senatsverwaltung schreibt, dass bei fehlenden Schäden ein Zusammenleben möglich ist. Dann helfen abgedeckte Kotstellen und eine geschützte Dämmung.

Marder dauerhaft fernhalten

Haben Sie den Marder vertrieben, kommt es auf Vorbeugung an, denn laut t-online haben Marder oft mehrere Unterschlüpfe im Revier und kehren zurück. Kontrollieren Sie Dach und Fassade regelmäßig auf lose Ziegel und neue Öffnungen. Halten Sie Futterquellen wie offene Abfälle und Obst unter Bäumen im Blick. Sichern Sie Hühnerställe marderdicht und schließen Sie sie abends. Die Senatsverwaltung empfiehlt außerdem, Dämmung mit reißfesten Abdeckungen und Kabel geschützt zu verlegen.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Hilfe ist sinnvoll, wenn Sie den Einstieg nicht finden, das Dach schwer zugänglich ist, Jungtiere im Dach vermutet werden oder der Marder trotz Maßnahmen zurückkehrt. Fachleute für Marder vertreiben und Einstiege mardersicher verschließen prüfen zunächst, ob Tiere im Haus sind. Einen Überblick über das gesamte Angebot für professionelle Schädlingsbekämpfung finden Sie auf der Startseite.

Welche Faktoren die Kosten beeinflussen, erklärt der Ratgeber Was kostet ein Kammerjäger. Ob eine Versicherung Schäden übernimmt, hängt vom Einzelfall und Ihrem Vertrag ab.

Häufige Fragen zu Mardern im Dach

Darf ich einen Marder selbst fangen oder töten?

Nein. Marder unterliegen dem Jagdrecht. Fangen darf nur, wer einen Jagdschein hat und eine Genehmigung der Jagdbehörde besitzt. Außerdem gelten Schonzeiten.

Hilft Ultraschall gegen Marder?

Die Wirksamkeit ist nicht belegt. Die Berliner Senatsverwaltung nennt Ultraschallgeräte umstritten, weil sie auch Haustiere stören können.

Wann darf ich Einstiege verschließen?

Erst, wenn der Marder das Gebäude verlassen hat und keine Jungtiere im Nest sind. Von März bis Juni sollten Sie nicht aussperren. Geruchs- oder Lärmbelästigung allein rechtfertigt laut t-online keine Ausnahme vom Jagdrecht.

Kommt der Marder zurück?

Das ist möglich. Marder haben oft mehrere Unterschlüpfe und kehren zurück, wenn Geruch und Lärm nachlassen. Dauerhaft hilft vor allem das Verschließen aller Einstiege.

Wer zahlt Schäden durch Marder?

Laut Senatsverwaltung werden Schäden durch Wildtiere außerhalb von Jagdbezirken nicht ersetzt, und die Sicherung des Grundstücks liegt beim Eigentümer. Ob Ihre Versicherung zahlt, klären Sie am besten mit dem Versicherer.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Marder im Dach sitzt, können Sie sich über die Kontaktseite von Schädlingsexperte24 melden. Fotos von Kot, Spuren und beschädigter Dämmung erleichtern die Einschätzung.

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Redaktion Schädlingsexperte24

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