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Wespen

Hornissennest entfernen? Warum das meist verboten ist und was stattdessen geht

Hornissennest am Haus? Erfahren Sie, warum eine eigenständige Entfernung meist verboten ist, wann eine Genehmigung möglich wird und welche Alternativen helfen.

S24Von der Redaktion Schädlingsexperte24Veröffentlicht am 5 Min. Lesezeit
Hornissennest entfernen? Warum das meist verboten ist und was stattdessen geht
Das Wichtigste in Kürze
  • Hornissennest entfernen? Erfahren Sie, was verboten ist, wann eine Genehmigung möglich ist und welche sicheren Alternativen es gibt.

Hornissennest entfernen? Warum das meist verboten ist und was stattdessen geht

Ein Hornissennest dürfen Sie in der Regel nicht selbst entfernen. Hornissen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, und auch ihre Nester dürfen nicht entnommen, beschädigt oder zerstört werden. Eine Ausnahme gibt es nur mit Genehmigung der Behörde, zum Beispiel bei Allergien oder ungünstigem Standort. Oft lässt sich das Nest aber mit einfachen Maßnahmen dulden. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Hornissen erkennen, was erlaubt ist und wann Fachleute helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Hornissen sind laut Stadt Nürnberg besonders geschützt (§ 44 Abs. 1 BNatSchG). Töten, Fangen und Zerstören von Nestern ist verboten.

  • Eine Entfernung oder Umsiedlung geht nur mit Befreiung oder Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.

  • Hornissen sind friedlich, solange man sie in Ruhe lässt. Ihre Stiche gelten nicht als gefährlicher als Wespen- oder Bienenstiche.

  • Das Volk stirbt im Winter ab, und das Nest wird nicht noch einmal bezogen.

Hornisse oder Wespe? Woran Sie sie erkennen

Das Merkblatt des Landkreises Cochem-Zell beschreibt die Europäische Hornisse als bis zu 4 Zentimeter lang, mit einem roten Farbanteil an Kopf und Körper. Wespen haben diesen roten Anteil nicht. Hornissennester sind gelblich, Wespennester eher grau.

MerkmalHornisseWespe
Größe und FarbeBis etwa 4 cm, mit rotem AnteilKleiner, ohne roten Anteil
NestGelblichEher grau
Rechtlicher StatusBesonders geschütztDeutsche und Gemeine Wespe allgemein geschützt (§ 39 BNatSchG)
EntfernungNur mit behördlicher GenehmigungBei unzumutbarer Belastung durch Fachleute möglich

Bei Wespen unterscheidet die Rechtslage sich also deutlich. Wie Kosten und Ablauf bei Wespennestern aussehen, steht im Beitrag Wespennest entfernen: Kosten und was erlaubt ist. Wer sich bei der Art unsicher ist, wendet sich am besten an die Untere Naturschutzbehörde oder an Fachleute für Wespen.

Was ist bei Hornissen erlaubt und was verboten?

Nach der Stadt Nürnberg ist verboten, Hornissen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Auch ihre Nester und Lebensstätten dürfen nicht entnommen, beschädigt oder zerstört werden. Die Behörde empfiehlt, zuerst einschätzen zu lassen, ob das Nest bleiben kann. Das ist laut Nürnberg oft mit einfachen Maßnahmen möglich.

Hilfreich ist laut Cochem-Zell außerdem: Nicht nach Hornissen schlagen, keine hektischen Bewegungen machen, den Neststandort nicht erschüttern und die Flugbahn nicht dauerhaft versperren. Nach dem Faltblatt der Bayerischen Akademie für Naturschutz sind Hornissen nachtaktiv und reagieren empfindlich auf schnelle Bewegungen und Erschütterungen. Nächtliche Beleuchtung in Nestnähe stört sie. Sie werden demnach erst in einem Umkreis von etwa vier bis fünf Metern aggressiv. Das Merkblatt aus Cochem-Zell nennt einen Nestbereich von 2 bis 3 Metern, der nicht gestört werden sollte. Halten Sie daher Abstand.

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Wann eine Entfernung möglich ist

Nach Cochem-Zell kann eine Befreiung nach § 67 BNatSchG erteilt werden, etwa bei Allergien, ungünstigen Standorten oder bei Bau- und Sanierungsarbeiten. Der Antrag geht an die Untere Naturschutzbehörde. Das Entfernen übernimmt dann ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung oder Gebäudereinigung, nicht die Feuerwehr oder die Naturschutzbehörde.

In Nürnberg schätzt zunächst ein Hornissenbeauftragter ein, ob das Nest bleiben kann. Ist eine Entfernung nötig, kann eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Die Umsiedlung ist dort kostenlos, weil die Population erhalten bleibt, und für die Genehmigung einer Beseitigung fällt eine Verwaltungsgebühr an. Ob und wie viel Gebühren anfallen, regelt jede Kommune selbst. Fragen Sie deshalb bei der Unteren Naturschutzbehörde Ihres Kreises nach.

Wie lange bleibt das Nest bewohnt?

Die Königin gründet das Nest im Frühjahr. Laut Cochem-Zell erreicht das Volk im August seine größte Stärke. Mit dem Ausfliegen der Jungköniginnen und spätestens mit dem Winter endet die Saison, und das Volk stirbt ab. Alte Nester werden nicht mehr bezogen und können nach Angaben des Merkblatts entfernt werden. Auch das bayerische Faltblatt weist darauf hin, dass ein Nest nicht zweimal bezogen wird. Das Volk stirbt im Herbst bei den ersten Nachtfrösten ab, bis dahin sollte das Nest hängen bleiben.

Sind Hornissen gefährlich?

Hornissen sind friedfertig, solange man sie in Ruhe lässt. Sie stechen nur bei direkter Bedrohung oder Berührung. Nach dem bayerischen Faltblatt ist ein Stich schmerzhaft, aber ungefährlich, und das Gift ist schwächer als das einer Honigbiene. Für Allergiker gilt: Ein Stich kann ernste Komplikationen auslösen. Dann sollten Sie laut Cochem-Zell sofort einen Arzt aufsuchen.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Hilfe ist sinnvoll, wenn das Nest an einem ungünstigen Ort hängt, wenn Sie oder jemand im Haushalt allergisch reagieren oder wenn Bauarbeiten anstehen. Fachleute für Hornissennester prüfen und umsiedeln klären zunächst, ob das Nest bleiben kann und welche Genehmigung nötig ist. Einen Überblick über das gesamte Angebot für professionelle Schädlingsbekämpfung finden Sie auf der Startseite.

Häufige Fragen zu Hornissennestern

Darf ich ein Hornissennest selbst entfernen?

Nein. Nach der Stadt Nürnberg dürfen Nester nicht entnommen, beschädigt oder zerstört werden. Eine Entfernung ist nur mit Genehmigung der Behörde möglich.

Wer ist für Hornissen zuständig?

Die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises oder Ihrer Stadt. Dort erfahren Sie auch, ob es Hornissenbeauftragte gibt.

Wie unterscheide ich Hornisse und Wespe?

Hornissen haben einen roten Farbanteil und werden bis zu 4 Zentimeter lang. Ihre Nester sind gelblich, Wespennester eher grau.

Ist ein Hornissenstich gefährlicher als ein Wespenstich?

Nach Cochem-Zell nicht. Bei Allergien sollten Sie nach einem Stich dennoch sofort ärztliche Hilfe suchen.

Kann ich das Nest im Winter entfernen?

Alte Nester werden laut Cochem-Zell nicht mehr bezogen und können entfernt werden. Das Volk ist dann abgestorben. Klären Sie das im Zweifel mit der Behörde.

Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um Hornissen oder Wespen handelt, können Sie sich über die Kontaktseite von Schädlingsexperte24 melden. Fotos vom Nest und den Tieren erleichtern die Einschätzung. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie nicht näher als nötig herangehen.

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Redaktion Schädlingsexperte24

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