Ratten im Garten: Was jetzt zu tun ist
Löcher am Kompost, Kot unter der Terrasse oder eine Ratte auf dem Rasen? So erkennen Sie einen Befall, entziehen den Tieren die Grundlage und schützen Ihr Haus.

- Typische Spuren: 1–3 cm langer Kot, faustgroße Löcher im Boden und feste Laufwege.
- Ratten werden von Kompost mit Speiseresten, Tierfutter, offenen Tonnen und Gerümpel angelockt.
- Rattengift dürfen Privatleute nur eingeschränkt und nur in Köderstationen am Gebäude verwenden.
- Bei Bauen, frischem Kot oder Spuren am Haus ist ein Kammerjäger die sichere Lösung.
Eine Ratte huscht über den Rasen, am Kompost sind Löcher im Boden, unter der Terrasse raschelt es? Ratten im Garten sind kein seltenes Problem – und kein Grund zur Panik. Wichtig ist, schnell zu handeln: Ratten vermehren sich rasant und suchen im Herbst den Weg ins Haus. In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie Ratten erkennen, was sie anlockt und was Sie jetzt tun sollten.
Woran erkennen Sie Ratten im Garten?
Ratten sind vorwiegend nachtaktiv und meiden Menschen. Oft sieht man nicht die Tiere selbst, sondern ihre Spuren:
- Rattenkot: kugelförmig bis länglich und 1–3 cm lang (Umweltbundesamt) – deutlich größer als Mäusekot.
- Löcher und Gänge: faustgroße Eingänge im Erdreich, oft unter Terrassen, Gartenhäusern, Hecken oder am Kompost.
- Laufwege: Ratten nutzen immer dieselben Wege, die sogenannten „Wechsel“. Dort ist das Gras niedergetreten, an Wänden entstehen dunkle Schmierspuren.
- Fraßspuren: angefressenes Obst, Gemüse, Vogelfutter oder zernagte Müllsäcke.
- Sichtungen am Tag: Wer Ratten tagsüber sieht, hat oft schon einen größeren Bestand in der Nähe.
Was lockt Ratten in den Garten?
Ratten brauchen drei Dinge: Futter, Wasser und ungestörte Verstecke. Genau das finden sie in vielen Gärten. Das Umweltbundesamt nennt vor allem diese Lockmittel:
- Kompost mit Speiseresten, vor allem gekochten Essensresten, Fleisch oder Brot
- Futter für Hühner, Kaninchen oder Vögel, das offen herumliegt
- Offene oder beschädigte Mülltonnen und gelbe Säcke
- Gerümpel, Holzstapel und Abfallhaufen als ruhige Nistplätze
- Teiche, Regentonnen und undichte Leitungen als Wasserquelle
Auch die Nachbarschaft spielt eine Rolle: Ratten legen weite Strecken zurück. Liegt nebenan ein ungepflegtes Grundstück oder ein Bach, kommen sie leichter zu Ihnen.
Wie gefährlich sind Ratten?
Ratten können laut Umweltbundesamt über 100 verschiedene Krankheiten übertragen, etwa über Kot und Urin, die Lebensmittel und Flächen verunreinigen. Dazu kommen Schäden durch Nagen an Kabeln, Dämmung und Rohren.
Das größte Problem ist die Vermehrung: Ein Weibchen kann bis zu sechsmal im Jahr durchschnittlich je 8 Junge bekommen, die schon nach etwa zwei Monaten selbst geschlechtsreif sind (Umweltbundesamt). Aus wenigen Tieren wird so in kurzer Zeit ein großer Befall.
Ratten im Garten – was tun?
Mit diesen Schritten entziehen Sie den Ratten die Grundlage und verhindern, dass sie ins Haus kommen:
- Futterquellen entfernen: keine Speisereste auf den Kompost, Tierfutter abends wegräumen, Vogelfutter nur in Futterhäuschen ohne Bodenstreu.
- Müll sichern: Tonnen immer geschlossen halten und beschädigte Deckel ersetzen.
- Verstecke beseitigen: Gerümpel und Holzstapel aufräumen oder erhöht lagern.
- Zugänge zum Haus schließen: Kellerfenster mit Gittern sichern, Türspalten mit Bürstendichtungen versehen und Rückstauklappen im Abwasserrohr einbauen lassen (Umweltbundesamt).
- Nichts in die Toilette: Speisereste im WC ernähren die Ratten im Kanal.
- Vermieter oder Nachbarn informieren: Ratten machen an Grundstücksgrenzen nicht Halt.

Darf ich selbst Rattengift auslegen?
Nur eingeschränkt. Privatpersonen dürfen laut Umweltbundesamt nur Mittel mit Wirkstoffen der sogenannten 1. Generation verwenden. Diese dürfen ausschließlich in verschlossenen Köderstationen und nur in und direkt um Gebäude ausgelegt werden – offen im Garten ist das nicht erlaubt. Stärkere Wirkstoffe sind Fachleuten vorbehalten.
Schildern Sie uns Ihr Problem – wir nennen Ihnen sofort Ihren individuellen Preis. Rund um die Uhr erreichbar.
Muss ich Ratten melden?
In vielen Städten und Gemeinden besteht eine Meldepflicht für Rattenbefall, die Regeln unterscheiden sich aber je nach Kommune. Zuständig ist meist das Ordnungsamt oder das Gesundheitsamt. Ratten aus dem Kanal meldet man in der Regel dem örtlichen Abwasserbetrieb. Auf unseren Stadtseiten, etwa für Köln oder Berlin, finden Sie die zuständige Stelle mit Link.
Auf dem eigenen Grundstück ist in der Regel der Eigentümer für die Bekämpfung verantwortlich. Mieter sollten den Befall sofort schriftlich dem Vermieter melden.
Wann Sie einen Kammerjäger rufen sollten
Holen Sie professionelle Hilfe, wenn Sie Baue oder frischen Kot finden, Ratten tagsüber sehen, Spuren am oder im Haus entdecken oder wenn Kinder und Haustiere im Garten spielen. Unsere Kammerjäger ermitteln Ausmaß und Zugänge, setzen gesicherte Köderstationen und empfehlen bauliche Lösungen wie Rattensperren. Eine Nachkontrolle gehört immer dazu. Mehr zum Ablauf lesen Sie unter Ratten bekämpfen.
Die Rattenbekämpfung beginnt bei 129 € Festpreis. Schildern Sie uns Ihr Problem – wir nennen Ihnen sofort Ihren individuellen Preis.
Häufige Fragen zu Ratten im Garten
Gehen Ratten von allein wieder weg?
Selten. Solange Futter und Verstecke vorhanden sind, bleiben Ratten und vermehren sich. Erst wenn die Futterquellen verschwinden, wird der Garten für sie unattraktiv – ein bestehender Befall muss trotzdem bekämpft werden.
Sind Ratten im Kompost gefährlich?
Ja, denn Kot und Urin können Krankheitserreger enthalten. Tragen Sie beim Umsetzen des Komposts Handschuhe und geben Sie keine gekochten Speisereste oder Fleisch hinein.
Helfen Hausmittel oder Ultraschallgeräte?
Gerüche und Ultraschall vertreiben Ratten erfahrungsgemäß nur kurz, wenn überhaupt. Wirksam sind das Entfernen von Futterquellen, das Verschließen von Zugängen und bei Befall eine fachgerechte Bekämpfung.
Zu welcher Jahreszeit sind Ratten im Garten am häufigsten?
Ratten sind das ganze Jahr aktiv. Im Herbst suchen sie verstärkt Schutz und Wärme und dringen dann häufiger in Keller, Gartenhäuser und Garagen ein.